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„Watt´n Chor“ aus Esens war in der St.Nicolai-Kirche zu Gast

Vor etwa 2 Jahren wurde dieser Chor in Esens unter Leitung des Wittmunders  Harm – Dierk Wellmann gegründet. Er hat sich kontinuierlich weiterentwickelt zum Pop-Chor „Wattn`n Chor“ mit einem vielseitigen, meist a-cappela vorgetragenem Repertoire. Nun war es so weit, und wo sollte der erste Auftritt sein: in Werdum!

Und was soll man sagen: Es war ein erfolgreicher Start! Das halbe Dorf war zugeparkt, denn es kamen Menschen aus dem ganzen nördlichen Harlingerland und darüber hinaus. Und vor allen Dingen: Die Kirche mit ihrer einmaligen Akustik, die von hier auftretenden MusikerInnen immer wieder gelobt wird, war gut gefüllt. Sogar auf der Empore mussten einige ZuhörerInnen Platz nehmen.

Unter dem Motto „Alles das kann nur Musik“ zogen die ca.  30 SängerInnen in heller Kleidung ein mit „Sing Hallelujah“!

Willi Jacobs vom Kirchenvorstand begrüßte die Anwesenden mit den Worten „Dat klung jo all ganz good“ … „Un dat wurt nu ok wat“.

So ging es weiter: Das Lied zum Motto des Abends „Alles das kann nur Musik“ regte dabei zum Nachdenken an. Die ersten Zeilen des Liedes sind: …eine Sprache ohne Worte, die die ganze Welt versteht, nicht mehr als ein paar Töne sind ihr ganzes Alphabet. Eine Melodie in Harmonie mit einem Klang, erzählt von Dingen, die man mit Verstand nicht greifen kann… Überaus abwechslungsreich und stimmungsvoll wurde das Repertoire fortgesetzt: If you´re happy, A groovy kind of love, Alt wie ein Baum, Meinungsverschiedenheit, Canon in Swing, Can you feel the love tonight, He is always close to you, Only you, Tears in heaven, Be the change, Hakuna mungu und An den Ufern der Nacht.

Umrahmt wurden die Chorbeiträge von Instrumentalstücken, am Klavier, gespielt von Harm-Dierk Wellmann, und Oboe, gespielt von seiner Tochter Famke Wellmann, derzeit Musikstudentin am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Dies waren Across the stars aus der Filmmusik Star Wars, Gabriel´s Oboe von Ennio Morricone, einigen auch bekannt in der Coverversion der Popsängerin Sarah Brightman, Tango Etude Nr. 3 und Oblivion, jeweils von Astor Piazzolla. Eine gute Mischung aus Chormusik und Instrumentaleinlagen. Beeindruckend insbesondere das Oboensolo „Tango Etude“: Es war so still in der Kirche, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Ein echter Hörgenuss!

Zur Abwechslung dann der Kanon „Sing Halleluja“, den der Chor gemeinsam mit dem Publikum anstimmte  und der wegen der Stimmgewalt in der akustisch ansprechenden Kirche gut und imposant klang.

Amüsant war dann letztlich auch die erzwungene Pause durch den 18 Uhr-Glockenschlag, der -wie Marita Tjarks bemerkte- wieder mal -wie durchgängig seit 1985 – zwei Minuten zu spät erklang, dem Publikum aber die Möglichkeit gab, das bisher Gehörte noch mal auf sich wirken zu lassen!

Nach dem offiziellen Ende des Konzerts und einer Zugabe gab es neben Geschenken für Familie Wellmann und ein ausscheidendes Chormitglied auch eine Einladung für den Chor von Willi Jacobs zu einer Wattenmeer-Kutterfahrt mit seinem Schiff Gorch Fock in Neuharlingersiel. Die Chormitglieder fühlten sich reich beschenkt durch das herzliche Willkommen in der Werdumer Kirche, die zahlreichen dankbaren Zuhörer und diese tolle Einladung.

Ein kleiner Auszug