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Gemeinderat tagt erstmals in neuen Räumen

Premiere feierte der Gemeinderat Werdum. Bürgermeister René Weiler-Rodenbäck konnte die Ratsmitglieder im neuen Versammlungsraum des von der Gemeinde gekauften und sich derzeit im Umbau befindlichen vormaligen Raiffeisengebäudes begrüßen. Zudem hieß er eine Reihe von Zuhörern willkommen. Diese nutzten die Einwohnerfragestunde auch gleich zu Anfang. Die Bewohner des Wohngebiets Gastriege-Süd kritisierten eine mögliche Nichteinhaltung von vertraglichen Verpflichtungen in den Kaufverträgen. Dazu verwies der Bürgermeister auf den städtebaulichen Vertrag mit der Raiffeisen-Immobilien Gesellschaft wo u.a. auch Ausnahmen geregelt worden sind. Zudem monierten sie die weiterhin hohen Geschwindigkeiten von aus Richtung Buttforde kommenden Fahrzeugen. Weiler-Rodenbäck berichtete, dass es dazu bereits Gespräche mit dem Landkreis gäbe. Es sei von der Gemeinde gewünscht, dass die Ortsschilder an allen Ortseinfahrten weiter nach außerhalb verlegt und durch eine vorgelagerte 70 km/h Begrenzung ergänzt werden. Heiko Habben fragte nach der weiteren Verwendung des bisherigen Feuerwehrhauses. Dazu gibt es allerdings noch keine Planung. „Wir wollen erstmal sehen, dass wir das neue Gerätehaus gebaut bekommen“ entgegnete der Bürgermeister. Thema waren auch der zunehmenden Verstöße gegen die in Werdum geltende Lärmschutzregelung. Besonders in der Mittagszeit von 12.30 bis 14.30 Uhr kommt es immer wieder zu Ruhestörungen durch Rasen mähen oder Baulärm. Dazu wird in nächster Zeit seitens der Gemeinde noch mal in einem Rundschreiben informiert.
Der Bürgermeister informierte in seiner Berichterstattung zudem über den Stand der Bauarbeiten am Gebäude und über Parkprobleme an der Schule. Hier soll künftig mehr kontrolliert werden. Der Starkregen in der vorigen Woche hat in Werdum zu keinen großen Überschwemmungen geführt. „Aber wir müssen die ein oder andere Ableitung noch mal prüfen und ggf. verstärken“ so Weiler-Rodenbäck.
Schwerpunkt der anaschließend zu bearbeitenden Tagesordnung waren die Aufstellungsbeschlüsse für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses und des anschließenden Baugebiets an der Edenserlooger Str. / K14. Nachdem der Rat bereits im Dezember 2019 die Aufstellungsbeschlüsse der Bebauungspläne Nr. 14 und 15 mit der frühzeitigen Beteiligung gefasst hatte, lagen die Pläne im März 2021 zur Einsicht aus. Über die eingegangenen Stellungnahmen hatte der Rat jetzt zu befinden. Die Sitzungsleitung übernahm dazu die Stv. Bürgermeisterin Christa Kleen-Koopmann da der Bürgermeister selbst als Beteiligter nicht mitwirkungsberechtig war und sich in den Zuhörerraum setzte. Christa Kleen-Koopmann stellte den Verlauf des Bauleitverfahrens noch mal sehr ausführlich dar. U.a. waren ein Oberflächen-Entwässerungskonzept in Zusammenarbeit mit der Unteren Wasserbehörde zu erstellen und auch ein Artenschutzachten war erforderlich. Auch eine Ausgleichsfläche bei der ehemaligen Kläranlage wurde ausgewiesen. Parallel dazu hat die Samtgemeinde Esens die entsprechende Flächennutzplanänderung auf den Weg gebracht. Einstimmig stimmten dann die Ratsmitglieder den Abwägungen zu den eingegangenen Stellungnahmen zu und fassten auch die Aufstellungsbeschlüsse. „Wenn alles planmäßig kann läuft kann möglicherweise schon gegen Ende diesen Jahres mit der Erschließung begonnen werden“ zeigte sich der Bürgermeister auf Nachfrage optimistisch.  Ebenso einstimmig wurde die Einziehung des Reststückes des Schoolpadds nach erfolgter Auslegung beschlossen.

Erstmals tagte der Gemeinderat im neuen Veranstaltungsraum; es ging auch unter Corona-Bedingungen
Erstmals tagte der Gemeinderat im neuen Veranstaltungsraum; es ging auch unter Corona-Bedingungen
Die Zuhörer verfolgten interessiert die Sitzung und nutzten die Einwohnerfragestunde
Die Zuhörer verfolgten interessiert die Sitzung und nutzten die Einwohnerfragestunde
hier entsteht das "Baugebiet hinter Feuerwehr" an der Edenserlooger Str. / K14
hier entsteht das „Baugebiet hinter Feuerwehr“ an der Edenserlooger Str. / K14

 

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